- 1: Einstieg.
- 2: Technik.
- 3: Evaluationen.
Eyetracking
Unter den vielen Verfahren ist die Cornea Reflex Methode zur Zeit am weitesten verbreitet. Sie nutzt die Reflexion einer oder mehrerer Lichtquellen auf der Hornhaut (cornea) und gewinnt so Informationen über die Position des Pupillenzentrums. Die verwendete Lichtquelle ist punktförmig und generell Infrarotlicht, das von der Vorder- und Rückseite der Hornhaut und Linse reflektiert wird. Es treten aufgrund der Konstruktion des menschlichen Auges vier, aus verschiedenen Tiefen messbare Reflexionen (siehe Abbildung) auf, wobei meistens nur die erste, und zwar die Hornhautreflexion genutzt wird. Über die relative Distanz und Lage der Hornhautreflexion zur Pupillenmitte kann der Blickfokus bestimmt werden. Da diese Positionsabweichung sich bei Augenbewegungen ändert, aber bei geringen Kopfbewegungen vergleichsweise konstant bleibt, kann man daraus die Augenbewegung rekonstruieren. Vor der Benutzung eines Eyetracking-Systems muss dieses auf die Augen des jeweiligen Betrachters kalibriert werden. Dabei wird die Positionsabweichung zwischen der Pupillenmitte und der Hornhautreflexion einmalig für definierte Punkte auf dem Bildschirm gemessen.

Diese Technik ist im Vergleich mit anderen Eytrackern komfortabel zu bedienen, denn der Proband kann sich innerhalb eines gewissen Bereichs bewegen und muss keine zusätzlichen Apparaturen am Körper tragen.
In unserem Labor kommt das Eyetracking-System von Tobii T60 XL zum Einsatz:


