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IoT.est: Gesamtziel des Vorhabens
Heutige Implementationen von Internet of Things (IoT) Architekturen sind begrenzt auf ein bestimmtes Anwendungsgebiet und beschränken sich auf Bedingungen für spezifische Anwendungen. Diese Silo-Lösungen verhindern die Verbreitung von maßgeschneiderten IoT-Diensten insbesondere für innovative Businessprozesse. Dadurch ist das Entwickeln und Bereitstellen von IoT fähigen Businessdiensten ein zeit- und kostenintensiver Prozess. Weitere Hinderungsgründe wie Datenerfassung, Qualitätskontrolle, Contextinterpretation, Entscheidungsunterstützung und Aktionskontrolle vermindern zusätzlich die Verbreitung maßgeschneiderter IoT-Dienste.
Um die technologischen und domainspezifischen Einschränkungen zu überwinden und somit neue Arten von Diensten dynamisch zu designen und zu integrieren wird ein dynamisches Service Creation Environment (SCE) benötigt, welches Daten und Informationen von Sensoren und Aktoren, die verschiedene Kommunikations-technologien und -formate nutzen, sammelt und verwendet.
Derzeit gibt es bereits etablierte SCE die einen Entwickler eine schnelle Entwicklung und Bereitstellung von Diensten für verschiedene Plattformen erlauben. Diese SCE sind jedoch nicht für eine größere Anzahl von verschiedenen Ressourcen, wie sie in der IoT Domain vorkommen, entwickelt worden. Weiterhin sind sie nicht auf eine Interpretation von Umgebungsdaten und Contextinformationen ausgelegt.
Um die Einführung neuer IoT-Dienste zu beschleunigen wird eine dynamische SCE Architektur benötigt, welche folgende Kriterien erfüllt:
- Orchestrierung, d.h. Zusammenstellung von Businessdiensten auf Basis von wiederverwendbaren IoT-Dienstkomponenten
- Selbstmanagement fähige Komponenten zur selbständigen Konfiguration und dem Test von Diensten für die "Dinge"
- Abstraktion der unteren heterogenen Technologien um Interoperabilität zu ermöglichen
Die Entwicklung und Wartung der IoT-Dienst wird zudem durch die Mobilität der verschiedenen Objekte und den vielfälltigen Anwendungssituationen zu einer fehleranfälligen Aufgabe. Aus diesem Grund wird dieses Projekt Mechanismen zum Selbsttesten in die Dienstentwicklung und -wartung von Anfang an integrieren. Dazu wird das Projekt untersuchen, wie formale Testprozeduren in die Dienstentwicklung - und im Besonderen in das SCE - systematisch integriert werden können.
IoT.est wird die Erstellung und Bereitstellung von IoT fähigen Diensten durch das Zusammenbringen der drei Disziplinen Internet of Things, Service Engineering und Testen vereinfachen.

Konsortium
Projektleitung (Koordinator):
University of Surrey, Prof. Klaus Mößner
Kollaborationspartner:
Finanzierung
Förderlinie:
European Framework Programme 7, Information and Communication Technologies, Specific Targeted Research Project (STREP)
Gesamtprojektkosten:
3,833,769 EUR
Förderung:
2,445,000 EUR (ca. 64%)



